Geschichte

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Foto aus dem 1971

1971

"Kennen Sie die Bibel? — K√∂nnen Sie √ľber Glaubensfragen genau und gewiss Auskunft geben? — Arbeiten Sie in Ihrer Gemeinde gezielt mit?" So fragte einer der ersten Prospekte des Marburger Bibelseminars. Um all denen, die sich hier unsicher waren, aber nicht gleich den Schritt hin zu einer Berufsausbildung im theologischen Bereich gehen wollten oder konnten, eine M√∂glichkeit zur Ausbildung zu bieten, wurde das Bibelseminar am 1. November 1971 gegr√ľndet. Im Programm waren mehrere Kurzseminare, die zwischen einer und drei Wochen dauerten, sowie zwei Halbjahreskurse, einer im Winter und einer im Sommerhalbjahr — das "klassische" Bibelschulprogramm also. Direktor wird Karl-Heinz Bormuth.

1974

Als Erg√§nzung der bisherigen Ausbildung wird ein Jahreskurs angeboten, der im September 1974 das erste Mal begonnen wird. Ende August des Jahres kommt Sr. Marianne Hermann ans Bibelseminar, die √ľber lange Zeit f√ľr das Leben im Haus verantwortlich sein wird. Ganz fr√ľh dabei war auch B√§rbel Wittchow, die mit ihren Kursen zu den neutestamentlichen "Haustafeln" und dem 1. Petrusbrief ganzen Studierendengenerationen in Erinnerung ist.

Foto aus dem 1976

1976

Studierende des Bibelseminar arbeiten unter anderem beim ersten Christival in Essen mit.

1977

Um bei den verschiedenen Einsätzen mobiler zu sein, wird das erste "Bibs-Auto" angeschafft: ein Opel Kadett, der praktisch bis zum Auseinanderfallen im "Dienst" bleibt.

Foto aus dem 1978

1978

Der erste von einigen Umz√ľgen steht an. Um mehr Platz f√ľr Unterricht und Studierende zu haben, zieht das Bibelseminar von der Schwanallee 57 in die Nr. 53 (heute das Bodelschwingh-Studienhaus). In seinem ersten Stock befinden sich der Klassenraum sowie K√ľche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und B√ľro von Sr. Marianne. Im Erdgeschoss und in der dritten Etage sind die Studierenden untergebracht. Die zweite Etage wird von einer Familie bewohnt und wird nach deren Auszug 1982 dem Bibelseminar zugeschlagen.

1980

Nach den √§u√üerlichen durch den Umzug stehen nun andere Ver√§nderungen an. Neben dem Jahreskurs soll ein zweij√§hriger etabliert werden, der dann auch BAF√∂G-berechtigt w√§re. Doch noch w√§hrend die Verhandlungen dar√ľber andauern, kommt von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Nachricht, dass sie nur noch dreij√§hrige Ausbildungen mit einem anschlie√üenden Anerkennungsjahr anerkennen werde. Der zum 1. Oktober geplante Zweijahreskurs wird deshalb nicht umgesetzt. Stattdessen steigt man in die Planungen und Vorbereitungen f√ľr eine dreij√§hrige Ausbildung ein, was allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Gleichzeitig ist dieser Umbruch ein Anlass f√ľr einen R√ľckblick. Stolz kann vermeldet werden, dass das Bibelseminar von 1971 bis 1980 insgesamt 325 Studierende hatte. Von ihnen arbeiteten 32 hauptamtlich in der Gemeinde, elf davon als Prediger, JugendleiterInnen und GemeindehelferInnen, vier waren in der Mission t√§tig, rund hundert waren nebenberuflich in der Gemeinde engagiert. ↑ nach oben

Foto aus dem 1985

1985

Im Juli 1985 schloss das Kinderheim, das im Haupthaus Schwanallee 57 untergebracht war, endg√ľltig seine Pforten. F√ľr das Bibelseminar bedeutete dies eine neue Herausforderung. Zum einen konnte durch die √úbernahme des Hauses endlich der Platzmangel beseitigt werden, der bisher dazu gef√ľhrt hatte, dass jedes Jahr BewerberInnen abgewiesen wurden (wobei das gro√üe "I" t√§uscht. Wie die Rundbriefe beklagen, wurde vor allem M√§nnern die T√ľr gewiesen, was mit der beengten Wohnsituation zusammenhing). Ein angenehmer Nebeneffekt war, dass nun die Unterrichtsr√§ume von der lauten Schwanallee wegverlagert werden konnten. Allerdings musste mit dem Schlie√üen des Kinderheims das Bibelseminar auch selbst f√ľr die Verpflegung seiner Studierenden sorgen, was vor allem finanziell eine gro√üe Belastung bedeutete — zeitweise wurde sogar ein eigener Koch angestellt. Die Umbauarbeiten in Haus 57 konnten √ľbrigens nur durch die tatkr√§ftige Mithilfe von Studierenden und Ehemaligen geleistet werden. Mit dem Umzug verbunden war eine neue Namensgebung, die heute nur noch teilweise erhalten ist (Ortskundige wissen, dass da eine Tafel neben der "Code-T√ľr" angebracht ist...). Aus dem alten Bibelseminargeb√§ude in der Schwanallee 53 wurde das "beth schalom" ("Haus des Friedens"), das neue, Schwanallee 57, nannte man "beth midrasch" ("Haus des Bundes"). Das heutige Wohngeb√§ude Schwanallee 57d hie√ü fortan "beth-betach" ("Haus des Geborgenseins"). Trotz dieser Namensgebung wurde Hebr√§isch jedoch weiterhin nicht am Bibelseminar unterrichtet.

1986

Die neue Ausbildung nimmt Gestalt an. Ab 1986 wird der Jahreskurs zu einem Grundseminar umstrukturiert, dem ein Oberseminar folgen soll, das zuvor schon von einer Handvoll Ehemaligen "getestet" wurde. 1987 wird die neue dreijährige Ausbildung von Seiten der Kirche offiziell anerkannt.

1987

Weitere Ver√§nderungen stehen ins Haus. Zun√§chst einmal ein Tausch: Das alte Bibelseminargeb√§ude in der Schwanallee 53 wird abgegeben, statt dessen erh√§lt das Seminar das Haus Nr. 47. Mit diesem Wechsel war nat√ľrlich eine gewisse Wehmut verbunden, schlie√ülich gab man damit das "Stammhaus" auf — womit allerdings die Rentabilit√§t des Bibelseminars gesteigert wurde. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Anstellung des ehemaligen Thailandmissionars Ernst Horn, der nicht nur durch seinen Unterricht, sondern auch durch sein handwerkliches K√∂nnen als Quasi-Hausmeister und "M√§dchen f√ľr alles" √ľber mehr als ein Jahrzehnt das Bibelseminar gepr√§gt hat. Nicht zuletzt gehen die asiatisch anmutenden Einrichtung des Andachtsraumes unter dem Dach sowie die "Pitti"-Feiern auf ihn zur√ľck, die √ľber lange Zeit im monatlichen Abstand als gemeinsame Geburtstagsfeiern begangen wurden.

1990

Um einen besseren Kontakt zu den Ehemaligen halten zu k√∂nnen, wird 1990 die Communitas Sympea ins Leben gerufen, in der sich Bibelseminar AbsolventInnen zusammen schlie√üen. Im selben Jahr gelingt beim Abschlussfest die gro√üe √úberraschung: Mit einer heimlichen Spendenaktion haben die Studierenden der dritten Klasse soviel Geld zusammenbringen k√∂nnen, dass der alte Bibs-Kadett aus dem Verkehr gezogen werden konnten — in den er sich immer unzuverl√§ssiger hineinbegeben hatte. An seiner Statt gl√§nzte nun ein roter VW Golf in der Garage, jener Bibs-Golf, der √ľber zehn Jahre seine Dienste tat. Wie "bodenst√§ndig" es damals zuging, zeigt ein Blick auf die weiteren Gaben, die seinerzeit √ľberreicht wurden: Neben einem theologischen Standardwerk waren dies auch Kartoffeln, Mehl, Marmelade, Eier, Saft, Salat und Gem√ľse sowie zwei Schweine. Von letzteren hatte das Bibelseminar allerdings nicht lange etwas, da wenig sp√§ter das K√ľhlhaus seinen Geist aufgab. Um dem Problem Herr zu werden, mussten f√ľr eine Weile die t√§glichen Fleischportionen erh√∂ht werden. ↑ nach oben

1994

Mit dem M√§rzrundbrief 1994 wird bekannt gegeben, dass ein eherner Vorsatz des Bibelseminars aufgegeben wurde: F√ľr die — in heutigen Ohren unvorstellbare — Summe von DM 6000 (selbst der Golf hatte nur DM 14000 gekostet) wurde ein Computer f√ľrs B√ľro angeschafft, weil die Arbeit ohne ihn nicht mehr zu bew√§ltigen war. Mit ihm zusammen kam eine neue Telefonanlage (die alte wurde nach Polen verschenkt), so dass das Bibelseminar nun auch per Fax erreichbar war.

1996

Das Jahr 1996 brachte die bisher gr√∂√üte Ver√§nderung in der Leitung des Bibelseminars. Im Fr√ľhjahr h√∂rte Sr. Marianne aus gesundheitlichen Gr√ľnden auf, im August ging Karl-Heinz Bormuth in den Ruhestand — eine Bezeichnung, die er sicher anders als andere f√ľllt, schlie√ülich unterrichtete er danach noch weiter am Bibelseminar. Sein Nachfolger wird Dr. Klaus Mei√ü, der seit Juli 1995 mit einer Teilstelle am Bibelseminar angestellt war, um sich einarbeiten zu k√∂nnen. Sr. Mariannes Platz √ľbernimmt Sr. Gisela Staib.

1997

Auf den Rundbriefen von 1997 zeigt das Marburger Bibelseminar zum ersten Mal sein neues Logo, die aufgeschlagene Bibel vor der Silhouette der Stadt. Doch die "Modernisierung" geht noch etwas tiefer. Angesichts der bei allen Bibelschulen zu beobachtenden R√ľckg√§nge in den Bewerberzahlen sucht man nach neuen Wegen, um das Bibelseminar attraktiver zu machen. Erste √úberlegungen, neben der kirchlichen auch die staatliche Anerkennung als Fachschule f√ľr Sozialp√§dagogik zu erreichen, werden angestellt.

1998

Mit der Umgestaltung der Ausbildung er√∂ffnet sich eine neue M√∂glichkeit: F√ľr ErzieherInnen kann nun eine anderthalbj√§hrige Zusatzqualifikation mit dem Abschluss als GemeindediakonIn eingerichtet werden. Im Herbst 1998 beginnt schlie√ülich die erste 1. Klasse die neue Ausbildung zur GemeindediakonIn und ErzieherIn. Der Kurs existiert bis 2008, wo er aus Platzmangel eingestellt werden musste. ↑ nach oben

1999

Im Rahmen einer Umstrukturierung gibt das Bibelseminar seine K√ľche auf. Von nun an werden die Studierenden vor und nach dem Essen in der "Hauptstelle" des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes (DGD) in der Stresemannstra√üe Gelegenheit zum "Verdauungsspaziergang" haben. Auch personell steht eine gr√∂√üerer Ver√§nderung ins Haus: Ernst Horn wechselt als Direktor zur Marburger Mission. An seiner Stelle wird Thomas Wei√üenborn angestellt, der 2001 zum Doktor der Theologie promovierte.

2000

In Erg√§nzung von Esther Wollenschl√§ger, die bald darauf das MBS verl√§sst, wird Sr. Gabriele Wagner f√ľr den sozialp√§dagogischen Bereich angestellt. In der Folgezeit findet mit der Bildung eines aus Klaus Mei√ü, Sr. Gisela, Sr. Gabriele und Thomas Wei√üenborn bestehenden Leitungsteams eine Umstrukturierung der Leitung des Marburger Bibelseminars statt.

2001

Rechtzeitig zum 30j√§hrigen Jubil√§um des Bibelseminars besteht der zweite Jahrgang die ErzieherInnen-Pr√ľfung, die extern an der K√§the-Kollwitz-Schule in Marburg abgelegt werden muss. Damit steht einer staatlichen Anerkennung und der damit verbundenen Erlaubnis, ab 2002 selbst pr√ľfen zu d√ľrfen, nichts mehr im Wege.
Im selben Jahr erh√§lt das Marburger Bibelseminar ein neues Logo, das bis heute verwendete K√ľrzel mbs. Allerdings warfen sie zun√§chst noch einen Schatten, und auch die Hausfarben wurden erst einige Jahre sp√§ter definiert...

2002

Mit der Anstellung der Diplomp√§dagogin Sabine Lang im Jahr 2002 und von Birgit Wiedenmann, die ab 2003 Sr. Gisela Staib als Seminarreferentin abl√∂st, erh√§lt das Bibelseminar weitere der heute bekannten Gesichter.↑ nach oben

2003

Neben Birgit Wiedenmann wird auch Matthias R√ľb angestellt, der als Diakon f√ľr die Seelsorge und das geistliche Leben am MBS (bis 2011) verantwortlich ist.

2004

Das Bibelseminar gibt sich eine Vision und die ihr entsprechenden Werte.

2005

Aufgrund der steigenden Bewerberzahlen, die nicht nur zu immer l√§ngeren Wartelisten, sondern auch zu Absagen f√ľhrten, entschlie√üt sich das Leitungsteam auf einer Klausurtagung ab dem Sommer einen zweiten Kurs einzurichten. In den Folgejahren kommt es deshalb zu einem enormen Wachstum: Waren es im Jahr 2000 nur knapp drei√üig Studierende, sind es im Schuljahr 2008/9 √ľber 130. Hinzu kommen aktuell noch 45 im Berufsanerkennungsjahr. Aufgrund der Zweiz√ľgigkeit werden neue DozentInnen angestellt: Tim Bluthardt, Christine und Dr. Tobias Faix im Jahr 2005, Judith Otterbach 2006, Regina und Martin Rauh sowie Matthias Otte 2007. Sr. Tanja Brandl (bis 2010) und Tobias M√ľller (2008) erg√§nzen das DozentInnenteam, zu dem auch Lina Fackiner und Cornelia Pfeiffer geh√∂ren. Hinzu kommen verschiedene HonorardozentInnen.
Mit der steigenden Studierendenzahl findet auch auf Sch√ľlerseite eine Umstrukturierung statt. Das "Prisma", die Vertretung der Klassensprecher, wird durch einen neu eingerichteten Vertrauenssch√ľlerrat erg√§nzt.

2006

Die mbs_akademie wird gegr√ľndet, um den AbsolventInnen des MBS und dar√ľber hinaus Weiterbildungsm√∂glichkeiten zu bieten. ↑ nach oben

2008

Sr. Gabriele Wagner verlässt das Bibelseminar, weil sie in ihrem Mutterhaus in Lemförde gebraucht wird.
Im Herbst 2008 beginnt das mbs_studienprogramm "Gesellschaftstransformation", in dem die Studierenden in Zusammenarbeit mit der Universit√§t von S√ľdafrika (UNISA) einen theologischen Master erwerben k√∂nnen.
Mit dem Schuljahr 2008/9 beginnt eine Umstrukturierung der Unterrichtsinhalte. Unter dem Stichwort der Kompetenzorientierung (statt der bisherigen Stofforientierung) wird der Stundenplan auf Lernfelder umgestellt und die Inhalte modularisiert. Dieser Prozess ist f√ľr das erste Studienjahr weitgehend abgeschlossen, bei den anderen Ausbildungsjahren sind erste Schritte unternommen worden.

2009

Das Jahr 2009 beginnt mit der Verabschiedung einer Lebensordnung f√ľr DozentInnen und Studierende. Zusammen mit der Vision und den Werten bildet sie die Grundlage des Schulprogramms, das zur Zeit in einem Gremium erarbeitet wird, in dem neben den DozentInnen und Studierenden auch die MitarbeiterInnen vertreten sind. Gerade der Kreis letzterer ist durch die intensive Baut√§tigkeit und das Wachsen der administrativen Aufgaben in den letzten Jahren stark gewachsen.
Um das Studienprogramm und die Akademie besser zu integrieren, wird als Dach das "Marburger Bildungs- und Studienzentrum" geschaffen, zu dem neben den beiden auch das Bibelseminar als Fachschule gehören. Dem voraus ging eine Neuorientierung in der Leitungsstruktur, in der das alte Leitungsteam durch ein Leiterforum abgelöst wurde.
Birgit Wiedenmann geht im Oktober f√ľr drei Jahre nach Jerusalem, ihre Aufgaben √ľbernimmt Kathrin J√∂rns.

2010

Tim Bluthardt verl√§sst das mbs nach Abschluss umfangreicher Sanierungsarbeiten, um mit seiner Frau in einem Projekt des DGD in Ruanda mitzuarbeiten. F√ľr ihn kommt Dr. Annette Kessel als Verwaltungsleiterin und Dozentin (Ethik, Hermeneutik, Verwaltung, AT-Exegese)zu uns. Wenig sp√§ter kommt Dr. Tobias K√ľnkler als Dozent f√ľr SGL und Soziologie.

2011

Matthias R√ľb verl√§sst das mbs und sucht eine neue berufliche Orientierung, f√ľr ihn kommt Stefan Fossi B√§umer als Dozent f√ľr Spiritualit√§t.↑ nach oben

2012

Neben einem sehr heftigen Hagelschauer, der f√ľr eine kurzzeitige √úberschwemmung des Bibelseminar-Gel√§ndes sorgte gab es in diesem Jahr zwei Neuerungen: Im Juni wurde zum ersten Mal ein Sponsorenlauf durchgef√ľhrt, im September gab es unser erstes "Wohnzimmer", bei dem Absolventinnen und Absolventen mit aktuellen Studierenden und Dozenten zusammenkamen.
Im Zusammenhang mit dem Wohnzimmer fand auch unser erster P√§dagogisch-theologischer Studientag statt. Dr. Martin Grabe von der Klinik Hohemark referierte √ľber "Grenserfahrungen - wenn das Leben aus der Balance ger√§t".
Das Studienprogramm wurde durch den neuen Masterstudiengang "Development Studies & Transformation" erg√§nzt. Hierf√ľr wurde Dr. Thomas Kr√∂ck als neuer Studienleiter angestellt.

2013

Anfang des Jahres gr√ľndeten sechs Absolventinnen und Absolventen des Bibelseminars den mbs-F√∂rderverein, der sich eine Vernetzung der Absolventen untereinander und mit dem Bibelseminar auf die Fahnen geschrieben hat.
Dann kannte das Jahr zwei weitere Studientage: Im Februar referierte Prof. Miroslav Volf √ľber Vers√∂hnung, im Herbst sprach Prof. Rainer Dollase √ľber interkulturelles Zusammenleben.
Im Bereich der Akademie wurde der neue Studiengang "Tiergest√ľtzte P√§dagogik" neu eingef√ľhrt.
Unsere f√ľnf Pioniere, die sich als erste auf das Plus-Programm eingelassen hatten, mit dem sie in Zusammenarbeit mit der Stenden Hogeschool in Leeuwarden (NL) Soziale Arbeit studieren konnten, kamen mit einem BA Social Work in der Tasche zur√ľck.

2014

Das Jahr 2014 sah zunächst einen Wechsel an einschneidender Stelle: Unsere langjährige Seminarreferentin Kathrin Jörns ging in Mutterschutz, an ihre Stelle trat Jasmin Tiburski (jetzt: Schäfer), wie Kathrin ebenfalls eine Absolventin des Bibelseminars.
Noch grundlegender war die schrittweise Einf√ľhrung eines neuen Lehrplanes f√ľr die Erzieherausbildung. Die Kultusministerkonferenz stellt die Ausbildung von einer Wissens- auf eine Kompetenzorientierung um. Uns kam das sehr entgegen, weil wir schon immer eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis angestrebt haben und dabei nicht selten an die Grenzen des bisherigen Lehrplanes gesto√üen sind. Nichtsdestotrotz bedeutete auch diese Umstellung einen gro√üen Arbeitsaufwand, denn seither muss der neue Lehrplan Schritt f√ľr Schritt und Jahr f√ľr Jahr umgesetzt und die Ausbildung immer weiter optimiert werden.
Im Bereich der Gemeindepädagogik und -beratung wurde in diesem Jahr das Institut Trafo ins Leben gerufen, das Gemeinden in Veränderungsprozessen beraten und begleiten kann.

2015

Dieses Jahr brachte einige personelle Veränderungen. Nach unserer Seminarreferentin Kathrin Jörns ging nun auch unsere Hauswirtschafterin Corinna Stiehl in Mutterschutz, ihre Stelle wurde mit Marie Weber besetzt, wie Corinna eine Absolventin des Bibelseminars, die zudem unser Masterprogramm besuchte.
Bei letzterem kam es durch die K√ľndigung von Dr. Tobias Faix und Dr. Tobias K√ľnkler zu der einschneidendsten Ver√§nderung. Weil beide zur CVJM-Hochschule nach Kassel wechselten, nahmen sie das Studienprogramm und das Institut empirica mit.
Das Bibelseminar verlor damit zwar zwei gesch√§tzte Kollegen, ergriff aber auch die damit verbundene Chance, sich in den verschiedenen Bereichen neu aufzustellen. Das f√ľhrte zu einem tiefgreifenden Visionsprozess, der die zweite Jahresh√§lfte in Beschlag nahm. An dessen Ende wurde die Struktur des Bibelseminars √ľberarbeitet: Die Akademie wurde wieder integriert und die Leitungs- und Konferenzstruktur ver√§ndert. In einem neugeschaffenen "Kernteam", das sich vierzehnt√§tig trifft, werden zentrale Themen mit allen Mitarbeitern, die eine halbe Stelle oder mehr haben, gemeinsam besprochen. Mit Sabine Wei√üenborn und Johannes Thei√ü wurde unser Team zudem noch einmal aufgestockt.↑ nach oben

2016

Das Jahr 2016 stand ebenfalls ganz unter dem Zeichen des neuen Lehrplans mit seinen kompetenzorientierten Aufgabenfeldern. Im Schuljahr 2016/17 wurden nun zum ersten Mal alle drei Jahrg√§nge nach dem neuen Ansatz unterrichtet. Das bedeutete, dass nicht nur die p√§dagogischen F√§cher nach und nach in Aufgabenfelder √ľberf√ľhrt werden mussten, sondern auch die theologischen. F√ľr sie gab es jedoch keine Vorgaben, weswegen wir selbst zwei neue Aufgabenfelder "AF7" und "AF8" kreieren mussten. Das ist eine Arbeit, die sicher erst 2017 abgeschlossen sein wird. Ver√§nderungen im Team gab es auch: Marie Weber, die f√ľr Haus & Hof zust√§ndig war, wurde eine interessante Stelle in der Betreuung krebskranker Kinder angeboten. Judith Westerheide, ebenfalls eine Absolventin des MBS, √ľbernimmt ihre Position im Bibelseminar. Und unsere Dozentenmannschaft wurde durch Miriam Gerhardt um eine kompetente Kraft im p√§dagogischen Bereich verst√§rkt. Wie attraktiv die Ausbildung am Bibelseminar weiterhin ist, wurde im Sommer 2016 deutlich, als mit 57 Studierenden der gr√∂√üte Jahrgang aller Zeiten antrat. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob dieser Trend weiterhin anh√§lt und vielleicht sogar noch gesteigert wird, wenn wir mit Erlebnisp√§dagogik einen dritten Zweig neben P√§dagogik und Theologie installieren.

2017

Unser Ausbildungsprogramm erfuhr 2017 eine nochmalige Erweiterung: Neben der doppelten Qualifikation zur/zum Erzieher/in und Gemeindep√§dagogen/in erm√∂glichen wir allen Studierenden, die ab diesem Jahr ihre Ausbildung bei uns beginnen, die Zusatzqualifikation "Erlebnisp√§dagoge/in" nach den Vorgaben des Bundesverbandes Individual- und Erlebnisp√§dagogik e.V. (be). Die Erlebnisp√§dagogik ist damit voll in die Ausbildung integriert worden, nur die Pr√ľfung am Ende muss noch zus√§tzlich absolviert werden. Neben dieser Erweiterung war das Jahr von Personalwechseln vor allem im Bereich Haus und Hof gepr√§gt. Neben Annette Kessel, unserer langj√§hrigen Verwaltungsleiterin, hat uns auch unsere Seminarreferentin Jasmin Sch√§fer und unser Betriebshandwerker Stefan G√§rtner verlassen. Ihre Stellen haben Gundula Huth (Verwaltung), Judith Westerheide (Seminarreferentin) und Andreas J√§ckle (Betriebshandwerker) √ľbernommen. Auch zwei zum langj√§hrigen "Inventar" des Lehrbetriebs z√§hlende Dozenten sind in den verdienten Ruhestand verabschiedet worden: G√ľnther Bierl und Gunther Benderoth. Daneben hatte dieses Jahr auch ein paar H√∂hepunkte, zum Beispiel den Studientag zum Thema "Kreuzwege" im M√§rz, die Absolvierungsfeier im Juli, bei der mit 52 Absolventen/innen so viele wie nie zuvor ausgesandt worden sind, und die neu eingef√ľhrte "Situative Lernwoche", in der wir alle zusammen aufgabenfelder√ľbergreifend uns verschiedene Themen erarbeitet haben.